Fragen kostet nichts: Kennen ManagerInnen die Wünsche ihrer Angestellten?

Personaldienstleister Robert Half hat ManagerInnen befragt, was diese als größten Wunsch ihrer MitarbeiterInnen ansehen. Liegen sie richtig bei der Einschätzung der Wünsche ihrer Angestellten?

Eine Umfrage unter 1.000 ArbeitnehmerInnen und 200 ManagerInnen deckt Fehleinschätzungen seitens der Führungskräfte auf. Sie kennen offenbar die Wünsche ihrer MitarbeiterInnen nicht. Ein entscheidender Nachteil hinsichtlich der Employer Branding Strategie eines Unternehmens.

Die befragten ArbeitnehmerInnen wünschen sich an erster Stelle zusätzliche Urlaubstage (43 Prozent), flexiblere Arbeitszeiten (26 Prozent) und Möglichkeiten zu fachlichen oder persönlichen Weiterbildung (17 Prozent). Noch 12 Prozent wünschen sich ein Home-Office-Angebot ihres Unternehmens und lediglich 2 Prozent Kinderbetreuung, Reinigung oder Fitnessstudio im Unternehmen.

Die zu den Wünschen ihrer Angestellten befragten ManagerInnen nehmen hingegen an, dass der Wunsch nach flexibleren Arbeitszeiten ganz oben auf der Wunschliste stünde (55 Prozent), gefolgt von zusätzlichen Urlaubstagen (19 Prozent) und mehr Möglichkeiten zur fachlichen oder persönlichen Weiterbildung (18 Prozent). Das bei den befragten MitarbeiterInnen mit 12 Prozent angegebene Home-Office-Angebot schätzten die ManagerInnen lediglich mit 4 Prozent ein. Dafür denken sie, dass sich Leistungen wie Fitnessstudio und Kinderbetreuung von 5 Prozent der Angestellten gewünscht wird.

Bleibt zu hoffen, dass zumindest derartige Studien helfen können, die Wissenslücke bei den Führungskräften so weit zu schließen, dass die Employer Branding Strategie des eigenen Unternehmens nicht konterkariert wird, weil ManagerInnen sich nicht über die Wünsche ihrer Angestellten informieren.

Beate Hensel M. A.

Quelle: Studien von Robert Half unter https://www.roberthalf.de/news-info-center/aktuelle-studien