Studie identifiziert erneut Auslöser für die ‚innere Kündigung‘

Erneut bestätigt eine Studie, dass Schwächen im Führungsverhalten Auslöser für die ‚innere Kündigung‘ von ArbeitnehmerInnen sind.

Die Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) befragte 230 Personalverantwortliche in großen, mittelständischen und kleinen Unternehmen sowie NGOs und Organisationen des öffentlichen Dienstes. Schon in den vergangenen Jahren identifizierten Studien schlechtes Führungsverhalten als Auslöser für mangelndes Engagement der ArbeitnehmerInnen. Insbesondere mangelnde Wertschätzung, ungelöste Konflikte, aber auch Personalabbau und damit einhergehende Arbeitsverdichtung werden als Gründe genannt.

Die befragten Personalverantwortlichen schätzen, dass ca. 20 Prozent der ArbeitnehmerInnen in Deutschland innerlich gekündigt haben.

Als gravierend erleben wir bei unserer Tätigkeit die Folgen: Insbesondere offen ausgetragene Teamkonflikte, steigende Fehlzeiten und sinkende Produktivität machen den Unternehmen und Organisationen nicht nur ökonomisch zu schaffen. Für die Betroffenen geht die ‚innere Kündigung‘ oftmals mit psychischen und physischen Erkrankungen einher. Depressionen, Suchterkrankungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen seien bestätigte empirische Befunde, resümieren auch die befragten Personalverantwortlichen.

Auch dies wirkt sich natürlich auf die Belegschaft aus. Mehrarbeit und die damit einhergehende Verschlechterung sozialer Beziehungen rufen Unzufriedenheit hervor.

So ist es gar nicht mehr so selten, dass deutsche Unternehmen durch Fehlzeiten und ‚innere Kündigung‘ teils Verluste im Millionenbereich schreiben.

Ich persönlich frage mich, wie lange die Unternehmen, NGOs und Organisationen des öffentlichen Dienstes noch ausharren, bevor sie erkennen, dass Investitionen in das Betriebliche Gesundheitsmanagement und in die dahingehende Weiterbildung ihrer Führungskräfte ökonomische Verluste verhindern?

Die Studie ist abrufbar unter: https://www.iga-info.de/veroeffentlichungen/igareporte/igareport-33/

Beate Hensel M. A.