Wo liegen Risiken der psychischen Arbeitsbelastung?

Mit dem Ziel, verlässliche Standards zu entwickeln, hat die Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) eine Meta-Studie bei der Universität Halle-Wittenberg in Auftrag gegeben. Es wurden 52 Arbeiten ausgewertet, in denen ein Zusammenhang zwischen Arbeitsbelastung und psychischen Erkrankungen nachgewiesen worden waren.

Welche Situationen sich negativ auswirken oder zu psychischen Erkrankungen führen können, ist noch immer nicht eindeutig vorhersagbar. Es fehlen verlässliche Standards, anhand derer Unternehmen ihren betrieblichen Gesundheitsschutz entwickeln bzw. verbessern können.

Die von der Universität Halle-Wittenberg vorgenommene Auswertung wird im aktuellen iga-Report dargestellt. Es werden neun Belastungsfaktoren identifiziert, die als gesundheitsgefährdend eingestuft werden. Besonders risikoreich ist demnach zu hohe Arbeitsbelastung in Kombination mit zu geringem Handlungsspielraum.

9 identifizierte Risikofaktoren:

(1) Hohe Arbeitsintensität

(2) Geringer Handlungsspielraum

(3) Aggressives Verhalten am Arbeitsplatz

(4) Geringe soziale Unterstützung

(5) Hohe Leistungsanforderung bei geringer Wertschätzung

(6) Arbeitsplatzunsicherheit

(7) Überstunden

(8) Rollenstress

(9) Schichtarbeit

Beate Hensel M. A.